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"Der interkulturelle Aspekt der Freimaurerei stammt aus dem politischen und philosophischen Programm der europäischen Aufklärung. Nicht die Formulierung einer Theorie will Grundlage des freimaurerischen Humanismus sein, sondern die wertende Betrachtung der Handlungen des Menschen.
In der globalisierten Weltordnung können wir das Wertesystem der Menschen nicht länger auf nationale, religionsspezifische oder kulturelle Eigenheiten gründen. Bislang steht uns die interkulturelle Vernunft zur Verfügung.
Solange wir nicht fragen, was wir unter Vernunft zu verstehen haben, sind vernünftig begründete Werte jeder Kritik enthoben. Sobald wir aber fragen, was das ist, die Vernunft, entdecken wir verschiedene Weisen des Vernünftigen.
Denn anders als unser europäisches Selbstverständnis, versteht sich der Inhalt von Vernunft nicht von selbst.
Es sieht so aus, als könnten wir bei der Begründung humaner Werte im Zeitalter der Globalisierung nicht ohne weiteres auf einen selbstverständlichen Begriff der Vernunft setzen. Wie aber füllen wir die Vernunft mit Inhalt? Hier bietet sich Freimaurerei in ihrer Einzigartigkeit an." Klaus-Jürgen Grün
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